Haunted spots – Petter Inedahl

Petter Inedahl ist ein in Stockholm aufgewachsener Schriftsteller und „Geister-Kenner“, der das Buch „Hemsökt: spökerier i Stockholms län“ verfasst hat. Er interessiert sich bereits seit seiner Kindheit für Übersinnliches, entschied jedoch erst vor wenigen Jahren, sich eingehender mit der gespenstischen Seite Stockholms zu beschäftigen.

Riddarholmskyrkan – Riddarholmen

Eine der ältesten Kirchen in Stockholm, Riddarholmskyrkan, ist selbst am helllichten Tag ein dunkler und unheimlicher Ort. Einst die Begräbnisstätte der königlichen Familien und unzähliger anderer Menschen, ist die Kirche mit ihrer von vielen Teilen der Stadt aus sichtbaren, schmalen Turmspitze heute sozusagen ein Denkmal des Todes. Zeugen berichten von allerlei gruseligen Erlebnissen wie dem Echo von Schritten, dunklen Schatten und, das Schlimmste von allem, einem lauten Klopfen aus der Gruft der Familie Torstensson, ganz so als würde jemand – oder vielleicht eher etwas – versuchen, herauszukommen.

Spökslottet – Drottninggatan 116, Stadtzentrum

Der Scheffler Palace ist der absolute Klassiker unter den Geisterhäusern Stockholms, weshalb es als Spökslottet, „das Spukschloss“, bezeichnet wird. Dem im frühen 18. Jahrhundert von einem wohlhabenden deutschen Kaufmann gebauten Haus wird bereits seit über 200 Jahren nachgesagt, dass es darin spuken soll. Zahlreiche Besucher geben an, eine graue Dame gesehen zu haben, während andere von einer plötzlichen, unerklärlichen Kälte und einem allgemeinen Unwohlsein berichten. Irgendwann im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde, wie man sagt, ein Priester während einer Teufelsaustreibung aus dem Fenster geworfen, wobei er sich beim Sturz auf den Boden die Beine brach.

Van der Nootska palatset – Sankt Paulsgatan 21, Södermalm

Das 1674 vom niederländischen Oberst Thomas van der Noot gebaute historische Stadthaus wurde bereits für zahlreiche Zwecke verwendet, die von einer Adelsbehausung bis hin zu einem Bordell reichen. Seit Jahrzehnten hat niemand mehr hier übernachtet und sowohl das Personal als auch Besucher haben von zahlreichen merkwürdigen Ereignissen berichtet. Unsichtbare Hände, die nach den Schürzen der Kellnerinnen schnappen, ein Sofa, auf dem nachts jemand sitzt, und Geister von Pferden, die im alten Stallgebäude spuken. Übrigens kann man in dem verwunschenen Speisesaal auch hervorragend zu Mittag essen.

Hornska Palatset – Blasieholmstorg 8, Blasieholmen

Der Hornska Palatset, der ehemalige städtische Wohnsitz des einst im 30-jährigen Krieg dienenden Feldmarschalls Gustav Horn, fungierte beinahe 200 Jahre lang als offizielle Residenz der schwedischen Außenminister. Das Gebäude wirkt düster und unheimlich, wobei dieses Gefühl in der Dunkelheit noch gesteigert wird. Die Nachtwachen, von denen sich einige sogar weigerten, erneut hier zu arbeiten, erzählten furchterregende Geschichten von schwarzen und bedrohlichen Schatten oder einer unbekannten bösen Kraft, die sie die Treppen hinunter schubste.

Johannes kyrka – Norrmalm

Die Sankt-Johannes-Kirche, die einen der größten Friedhöfe im Zentrum von Stockholm beherbergt, ist ein eigenartiger Ort, an dem schon viele merkwürdige Dinge passierten. Von Teufelsanbetung und Geisterbeschwörung im späten 17. Jahrhundert bis hin zur grauenhaften Geschichte eines kleinen Mädchens, das, ohne es zu wissen, ein Stück eines alten Leichentuchs mit nach Haus brachte und anschließend Besuch aus dem Jenseits bekam, der sie zu Tode erschreckte. Besucher, die die Kirche in jüngerer Zeit nachts besuchten, erzählten von einem gespenstischen Licht, das sich sowohl im Glockenturm als auch in der Kirche selbst bewegte.